Heucobs

Warum Heucobs verfüttern?

Heu bildet seit jeher das Fundament einer gesunden Ernährung vieler Tierarten. Mit der Pelletierung ergeben sich in vielen Bereichen Vorteile zu herkömmlichem Heu.

 

Staubarm: Durch den Herstellungsprozess und eine anschließende Absiebung sind Heucobs sehr staubarm und damit die ideale Lösung für Allergiker sowie Tiere mit chronischen Atemwegsproblemen wie Equinem Asthma (RAO/COB).

 

Hygienisierung: Durch die Hitzeentwicklung während des Pelletierungsprozesses erfährt das Heu eine effektive Hygienisierung. Das verbessert die Haltbarkeit und Sicherheit des Futters. Gleichzeitig werden wertvolle Inhaltsstoffe geschont.

 

Bessere Verdaulichkeit: Besonders für Pferde mit Zahnproblemen hat sich der Einsatz von Heucobs bewährt, da normales Heu oft nur schlecht oder gar nicht mehr zerkaut werden kann (”Wickelkauen”). Dabei weisen Heucobs eine höhere Verdaulichkeit auf als loses Heu, da die mechanische Vorzerkleinerung den mikrobiellen Abbau im Verdauungstrakt beschleunigt.

 

Trotzdem Strukturreich: Cobs und Pellets werden aus denselben hochwertigen Ausgangsmaterialien hergestellt. Während Pellets jedoch stärker vermahlen und dadurch homogener sind, bestehen Cobs aus gröberen Partikeln und behalten mehr von der natürlichen Faserstruktur des Ausgangsmaterials. Längere Faseranteile fördern intensives Kauen und Einspeicheln, was wiederum die Magen- und Darmfunktion unterstützt. 

 

Exakte Dosierbarkeit: Die Cobs ermöglichen eine präzise Messung der Futtermenge, verhindert Selektion und minimiert Futterverluste durch Bröckelverluste oder Verschwendung am Stallboden.

 

Logistische Vorteile: Cobs sind durch ihre hohe Dichte platzsparend zu lagern und lassen sich sauber handhaben, was den Einsatz im Stall deutlich vereinfacht.

heucobs hand

Die Wiesen für unser Heu werden weder mit Pestiziden noch mit chemischen Düngemitteln behandelt.

Allgemein

Heucobs sollten grundsätzlich eingeweicht verfüttert werden, um das Risiko einer Schlundverstopfung zu vermeiden, da sie bei Kontakt mit Feuchtigkeit stark aufquellen. Das gilt vor allem bei Einsatz größerer Mengen. Das empfohlene Mischverhältnis beträgt 1 kg Pellets zu 2 bis 3 Litern Wasser. Die Quellzeit beträgt je nach Wassertemperatur etwa 15 bis 60 Minuten.

Senioren und Pferde mit Zahnproblemen:

Für Pferde, die aufgrund abgenutzter Backenzähne keine langen Heufasern mehr zerkleinern können („Heuwickel“), dienen eingeweichte Cobs als lebensnotwendiger vollständiger Heuersatz.

  • Dosierung: Ein Pferd sollte täglich eine Menge von 1,5 bis 2 kg pro 100 kg Körpergewicht an Heu aufnehmen. Diese Menge kann ganz oder teilweise durch Heucobs ersetzt werden (1 kg Cobs ersetzt 1 kg Heu).

Schafe und Ziegen

Für die tägliche Versorgung von Schafen wird eine Heumenge von etwa 0,5 bis 1 kg pro Tier empfohlen, während für Ziegen je nach Größe ein Richtwert von 0,8 bis 1,2 kg pro Tier gilt.

Heucobs können bei Senioren oder Tieren mit Zahnproblemen als vollständiger Heuersatz dienen. Dabei ersetzt 1 kg Cobs etwa 1 kg herkömmliches Heu.

Schweine

Der Einsatz von Heucobs in der Schweinefütterung stellt eine ernährungsphysiologisch sinnvolle Ergänzung dar, insbesondere als Quelle für hochwertige Rohfaser. Zudem dienen sie als „Beschäftigungsfutter“ und können das Ausmaß von Schwanzbeißen bei nicht kupierten Tieren deutlich reduzieren. Es erfüllt die Vorgaben für organisches Beschäftigungsmaterial (untersuchbar, bewegbar, veränderbar, dient dem Erkundungsverhalten), ohne den Gülleabfluss negativ zu beeinflussen.

Hühner

Als organisches Beschäftigungsmaterial stimuliert Luzerne das natürliche Pick- und Scharrverhalten, was Stress reduziert und das Risiko für Federpicken und Kannibalismus nachweislich senkt. Die Rohfaser unterstützt die Funktion des Muskelmagens und fördert die Darmtätigkeit.

Empfohlen werden ca. 2 g pro Huhn und Tag; die Heucobs können zur besseren Aufnahme zerkleinert oder eingeweicht verfüttert werden.

  • Trocken und vor Feuchtigkeit geschützt lagern
  • Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen um Vitamingehalt zu bewahren
  • Angebrochene Säcke wieder verschließen und vor Schadnagern schützen